295. Lebenssinn


Der Sinn des Lebens?
Gib auf dich und andere Menschen acht.
Zolle dem Leben in jedweder Form Respekt.
Verkaufe niemals deine Würde.
Verschenke dein Lachen großzügig.
Teile dein Glück.

294. Wie tickt


Du willst wissen, wie eine Gesellschaft tickt? Dann schau dir an,
wie diese mit ihren Alten, Kindern, Kranken und Schwachen umgeht.
Dann weißt du alles.

293. Quellen der Hoffnung


„Wo nehmen Sie Hoffnung her, in so hoffnungslosen Zeiten?“

„Ich schöpfe sie aus den kleinen Dingen, aus jeder freundlichen Geste, aus jedem geschenkten Lächeln, aus jeder gereichten Hand, aus jeder Geste der Mitmenschlichkeit. Das Reservoir ist überschaubar, der Überlauf kaum genutzt, doch die Quelle scheint unerschöpflich. Immer noch.“

292. Endlichkeit


„Fänden Sie ewiges Leben für die Menschen nicht wunderbar?“

„Die Vorstellung, dass manche Menschen nicht irgendwann auf natürliche Weise diese Welt verlassen würden, hat für mich den höchsten Gruselfaktor überhaupt. Ich bin also äußerst dankbar für die Endlichkeit bzw. Transformation jedweden Lebens“

291. Wasserglas


Der Optimist freut sich über das halb volle Glas. Der Pessimist meckert ob der halben Leere. Beide trinken das Wasser bei Durst mit dem gleichen Genuss.

290. Vampire


„Vampire mögen keine Kreuze.“

„Warum eigentlich nicht?“

„Sie reagieren mit allergischem Schock auf Dummzeugs. Das macht sie mir sympathisch.“

289. Ohne mich


Ohne mich gäbe es mich nicht.
Drum gebe ich fein auf mich acht,
sorge für mich, verzeih mir so manches
und bin mir ausgesprochen freundlich gesinnt. 

288. Hasse ich?


„Sie hassen wohl alle Rechtsradikalen, Frau Müller?“

„Hassen? Das wäre ein bissl zu viel der Ehre und der Aufmerksamkeit. Ich nehme sie zur Kenntnis; ordne ein, was sie treiben; kritisiere, lehne ab und manch einem dort Verirrten schenk ich auch mein Mitgefühl. Alles andere wäre verschwendete Energie, die ich positiv lieber Menschen mit einer anderen Weltanschauung und Lebenseinstellung zukommen lasse.“  

287. Finderei


Vieles findet einen wie von selbst, wenn man endlich mit der Sucherei aufhört.

286. Wahrheiten


Die Wahrheit einer Wahrheit ist, dass sie immer die meine und nicht die deine sein wird.

285. Liebevolle Akzeptanz


Meine Erfahrung: In der liebevollen Akzeptanz all dessen was (man) ist, liegt schon der Keim der zukünftigen Veränderung.

Oder anders ausgedrückt: Ein tiefgehendes, umfassendes "ich bin" lässt keinen Raum für müsste, könnte, sollte.

284. Affektregulierung


„Sie dürfen doch das Tun von jemandem nicht durch vulgäre Wortwahl ab/bewerten!“

„Doch, manchmal schon. Reguliert meine Sozialverträglichkeit und innere Gesundheit aufs Beste. Jedes andere Verhalten meinerseits wäre als Reaktion sonst von strafrechtlicher Relevanz oder eine mutwillige Selbstverletzung.“

283. Innere Landkarte


Auf der eigenen, inneren Landkarte zu wandern.
Im Dunkeln, im Licht, durch alle Schattierungen.
Welch ein Abenteuer!

282. Anbetung


Egal zu welchem Gott, Führer oder Symbol du betest,
egal mit welcher Weltanschauung du dich gerade schmückst,
deine Meinung und deine Haltung sind nicht akzeptabel,
wenn du über Leichen gehst und wenn du dich erhöhst,
indem du andere durch den Dreck schleifst.
Ich werde das niemals tolerieren.

281. Alles sein


In einer Welt, in der du Alles sein könntest, sei vor allem eines:
Freundlich und liebevoll. Zu dir und zu allen anderen Lebewesen.

Nichts, aber auch gar nichts, hindert dich daran
freundlich, mitfühlend, zugewandt zu sein.
Deine Entscheidung. Deine Verantwortung.

280. Rebellion


Dafür sein ist quasi die hohe Kunst der Rebellion und die eigentliche Kraft der Veränderung. Sie ist das Lachen, welches sich aus dem Schmerz und dem Zorn erhebt und Widerstände kreativ und geduldig überwindet.

279. Zukunft


Die effektivste Möglichkeit die Zukunft vorherzusagen ist, sie selbst mit zu gestalten.

278. Intolerant


Ja, ich bin intolerant gegenüber bestimmten Haltungen. Aber sowas von. Was passiert, wenn man auf dem politischen Parkett in der eigenen Toleranz, der Fairness, dem korrekten, demokratischen Verhalten gegenüber Intoleranten, Unfairen, Antidemokraten schwelgt, konnten wir 1933 erleben.

277. Sich mitnehmen


Eine Lebenserfahrung, die mit viel Schmerz, tausend Umwegen und einem elendigen Hin und Her verbunden waren: Ich nehme mich immer mit! Im Äußeren kann ich rennen, hüpfen, tricksen, mich verstecken und doch im Inneren starr in Eiseskälte verharren, vor Panik zittern, im alten Schmerz mich suhlen.

276. Dafür sein


Dagegen sein bedient unseren Schmerz, unser Mitgefühl, unsere Scham und unseren Zorn.
Dafür sein jedoch speist sich aus einem tiefen Wohlwollen zum Leben, weiß um die die nährende Kraft von Träumen und verfügt über einen langen Atem.