Gerade in Momenten,
in denen wir glauben, alles sei verloren und der Schmerz würde uns den letzten
Rest unseres Atems rauben, sammelt sich auf einmal eine Kraft in uns, die uns
erhebt und wieder Luft holen lässt. Manchmal ist der Auslöser eine bedingungslos
gereichte Hand, manchmal ein flüchtig zugeworfenes liebes Wort, manchmal ein
Lächeln im Vorübergehen und manchmal ein blinzelnder Blick in den Spiegel.
271. Man darf jetzt
"LG Gießen
bestätigt: AfD darf rechtsextremistisch genannt werden."
"Da steht "darf". Warum
eigentlich nicht "muss"?"
"Weil man
nicht müssen muss, was man darf."
"Aber man darf
jetzt müssen, wenn man muss. Immerhin."
270. Was sie meinen
Toleranz beginnt da, wo es weh tut,
Akzeptanz dort, wo Gelassenheit
sich mit Wohlwollen trifft.
269. Was sie meinen
Gestern wie heute:
Sie reden von Befreiung. Sie reden von Verteidigung. Sie plappern von
Menschenrechten. Doch was sie meinen ist: KRIEG. Immer.
268. Grenzüberschreitungen
Meine Anständigkeit
hat ihre Grenzen. Manche Menschen überschreiten diese durch ihr Verhalten und
durch ihre Worte. Dann erlaube ich mir emotional zu agieren/reagieren.
267. Wohlbefinden
Es gibt einen eindeutig nachgewiesenen
Zusammenhang zwischen
Leistungsfähigkeit und persönlichem
Wohlbefinden. Konsequenzen?
Lernt und lehrt man sowas heute noch irgendwo?
266. Nicht vergessen
Bei all dem Gequatsche ob RECHTS oder LINKS
sollte man doch nicht vergessen,
dass es vor allem um das OBEN und UNTEN geht.
265. metoo
Für mich ist das
Beste an der „#metoo“ Bewegung, dass junge Menschen überall auf der Welt
miterleben können, dass Täter nicht mehr automatisch geschützt sind durch
Status, Reichtum, Macht. Die dickste Ermutigung überhaupt. Seit Generationen.
Und es wird die kommenden Generationen verändern. Das ist gut so.
264. Gib
Gib all deinen Träumen Farbe,
deinem Lachen bunten Klang,
deiner Furcht den Mut zur Seite.
Lieb dich frei ein Leben lang!
263. Meine Art
Mein Gefühl der
Liebe ist nicht an Alter und Geschlecht gebunden und schon gar nicht an
Sexualität.
Ich teilte, teile
und werde meine Sexualität teilen mit Menschen, die ich liebe.
Ich teilte, teile
und werde meine Sexualität teilen mit Menschen, in die ich verliebt bin, oder
auch nicht, aber die ich niemals lieben werde.
Und ich liebe
Menschen, mit denen teilte, teile und werde ich meine Sexualität niemals
teilen.
Alles gleich
wunderbar, bereichernd und befriedigend.
261. Niemals
Ich werde mich
niemals deiner Menschenverachtung ergeben und käme sie auch noch so freundlich
grinsend daher.
260. Verlorene Zeit
Willst du sie
halten, so voller Lust und Begier,
dann rennt sie
davon wie das schnellste Getier.
Doch kriechend,
sich windend, schleicht sie daher,
wenn schnell du sie
bräuchtest ganz ohne Geplärr.
Du kannst sie
teilen und freudig verschenken,
doch nie hältst du
sie wirklich in deinen Händen.
Sie bleicht deine
Haare und sie zerfurcht dein Gesicht.
Du kannst sie
einteilen, doch zähmen kannst du sie nicht.
Geht sie verloren,
ganz unbedacht, dann ist es vorbei,
sie wieder zu
finden, steht dir niemals frei.
259. Verarschung
„Jesus aber sprach:
Vater, vergib ihnen; denn sie wissen nicht was sie tun.“
Die größte
Verarschung überhaupt. Sie wussten und wissen immer, was sie warum, wie und
gerade jetzt tun.
258. Ihr seid euch gleich
Es ist egal, welche
Namen ihr euch gebt, zu welchem Gott ihr geifernd betet, welchen Gedankenwelten,
welchen Führern ihr schafsköpfig, zähnebleckend hinterher rennt: In eurem Hass,
in eurer zerstörenden Menschenverachtung seid ihr, mit bluttriefenden Händen
und eiskalten Herzen, euch alle gleich.
256. Therapie ist
Sich auf die Suche
zu machen nach dem Menschen, der du warst, bevor du der wurdest, der du sein
musstest, um dann vielleicht heute der zu werden, der du eigentlich hättest
sein können.
255. Wehmut
Mit leisem Weh dem Vergangenen gedenken,
um dann mit Mut das eigene Leben neu zu
gestalten.
254. Demut ist
Demut ist, einen sicheren Ort
in mir selbst zu haben,
an den ich gehen, die Tür schließen
und in Frieden sein kann.
Wie in einem tiefen See der Stille.
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